Glaubenssätze hinterfragen: Zeit, innerlich aufzuräumen
Manche Sätze begleiten uns so lange, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen. „So bin ich eben.“ „Das kann ich nicht.“ „Ich muss das allein schaffen.“ Doch was vertraut klingt, muss heute nicht mehr zu uns passen.
Beim Aufräumen prüfen wir, was bleiben darf und was nur noch Platz wegnimmt. Warum nicht auch einmal bei den eigenen Überzeugungen?
Dafür musst du nicht dein ganzes Leben umkrempeln. Ein Satz, der dir im Alltag immer wieder begegnet, ist ein guter Anfang.
1. Welcher Satz bremst dich?
Achte auf einen Gedanken, der auftaucht, sobald du etwas verändern möchtest. Vielleicht willst du Nein sagen, eine Idee zeigen oder um Unterstützung bitten – und schon meldet sich dein innerer Kommentar.
Schreib ihn möglichst genau auf. Zum Beispiel:
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
Was würdest du anders entscheiden, wenn dieser Satz nicht das letzte Wort hätte?
2. Ist das eine Tatsache – oder eine vertraute Annahme?
Wörter wie „immer“, „nie“, „alle“ und „niemand“ lassen wenig Spielraum. Schau genauer hin: Gilt dein Satz wirklich in jeder Situation? Welche Erfahrung spricht dagegen?
Aus „Ich mache immer alles falsch“ könnte zunächst werden:
„Manches gelingt mir, manches möchte ich noch lernen.“
Welche Ausnahme hast du bisher übersehen?
3. Was hat dir dieser Satz einmal ermöglicht?
Vielleicht hat „Ich muss alles allein schaffen“ dir geholfen, selbstständig zu werden. Heute fällt es dir dadurch womöglich schwer, Unterstützung anzunehmen.
Du musst deine bisherige Haltung nicht abwerten, um sie zu verändern.
Was war einmal hilfreich – und was brauchst du heute?
4. Welcher neue Satz ist für dich glaubwürdig?
Ein neuer Glaubenssatz muss sich nicht großartig anhören. Er sollte dir etwas mehr Handlungsspielraum geben und sich so formulieren lassen, dass du ihn ernst nehmen kannst.
Zum Beispiel:
- Aus „Ich muss alles allein schaffen“ wird: „Ich darf mir Unterstützung holen.“
- Aus „Ich darf keine Fehler machen“ wird: „Ich darf ausprobieren und dazulernen.“
- Aus „Meine Bedürfnisse können warten“ wird: „Meine Bedürfnisse dürfen bei meinen Entscheidungen mitreden.“
- Aus „Für mich ist es zu spät“ wird: „Ich kann heute einen Anfang machen.“
Welcher Satz passt zu dir – in deinen eigenen Worten?
Du möchtest deine eigenen Denkmuster genauer anschauen?
Auf meiner Seite zu Instant Change Coaching erfährst du, wie ich dich bei
persönlichen Veränderungsprozessen begleite.
5. Wie sieht dein neuer Satz im Alltag aus?
Wenn du dir Unterstützung erlauben möchtest: Wen könntest du konkret um etwas bitten? Wenn deine Bedürfnisse mehr Raum bekommen sollen: Bei welcher nächsten Entscheidung möchtest du sie berücksichtigen?
Wähle einen kleinen Schritt, den du tatsächlich ausprobieren kannst.
Was möchtest du beim nächsten Mal anders machen?
Du musst nicht jeden alten Gedanken aus dem Kopf bekommen. Du kannst damit beginnen, ihm weniger selbstverständlich zu folgen.
Welche Überzeugung möchtest du künftig hinter dir lassen? In meinem Coaching schauen wir gemeinsam auf das, was dich bremst, und auf die Veränderung, die du dir wünschst – online oder in meiner Praxis in Halstenbek.
